Studentenverbindungen

Studentenverbindungen, Burschenschaften und Korporationen

Das Studierendenparlament lehnt Studentenverbindungen und Korporationen grund­sätz­lich ab und for­dert die Auflösung die­ser dis­kri­mi­nie­ren­den Gemeinschaften.

Studentenverbindungen haben die Reproduktion der gesell­schaft­li­chen Eliten zum Ziel, was einer chan­cen­glei­chen Gesellschaft ent­ge­gen spricht. So wer­den Neumitglieder von Studentenverbindungen und Corps nicht nur zu einem rück­schritt­li­chen Gesellschaftsbild, dass Toleranz und Gleichberechtigung nur als Randerscheinung kennt, erzo­gen, son­dern anschlie­ßend von den so genann­ten „Alten Herren“ in gesell­schaft­li­che Schlüsselpositionen plat­ziert. In die­sen Spitzenpositionen wie­derum kön­nen nun die zumeist rechts­kon­ser­va­ti­ven Forderungen der Studentenverbindungen, Burschenschaften und Corps effek­tiv in gesell­schaft­li­chen Entscheidungsprozessen plat­ziert wer­den.

Dabei kommt Frauen die Rolle des schmü­cken­den Beiwerks zu. Studentenverbindungen und Corps sehen Frauen als stö­ren­des Element in der Männergemeinschaft der Verbindung, die des­halb nicht zuge­las­sen wer­den. Ihnen bleibt somit jeg­li­che Partizipation ver­wehrt. So genannte Damenverbindungen wir­ken hier­bei aller­dings nicht fort­schritt­lich son­dern füh­ren viel­mehr zu einer stär­ke­ren Trennung der Geschlechter. Dies wie­derum kann nicht zu mehr Gleichstellung und Gleichbehandlung füh­ren.

In ihren Strukturen sind Verbindungen, Corps und Burschenschaften außer­dem streng hier­ar­chisch auf­ge­baut. Dabei ist den so genann­ten Chargierten abso­lu­ter Gehorsam ent­ge­gen zu brin­gen und nicht zu wider­spre­chen. Mit– und Selbstbestimmung haben in der Gemeinschaft kei­nen Platz und wer­den aktiv bekämpft.

Dabei wird der demo­kra­tie­feind­li­che Charakter von Burschenschaften und Verbindungen deut­lich, der von den StudentInnen unse­rer Hochschule ent­schie­den abge­lehnt wird.

Beschlossen vom Studierendenparlament am 05.12.2007